Nahrungsergänzung im Blick: Vitamin A


Sinn oder Unsinn?
Nahrungsergänzung im Blick: Vitamin A

Vitamin A, Retinol oder Karotinoide – Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin A gibt es viele. Doch wie unterscheiden Sie sich und für wen lohnt sich der Kauf?

Was ist der Unterschied?

Vitamin A kommt im Stoffwechsel in vielen verschiedenen Formen vor. Die Namen der vielen Verbindungen sind oft nicht leicht zu durchblicken:

  1. Das im Körper wirksame Vitamin A wird chemisch auch Retinol genannt.
  2. Karotinoide sind eine Vorstufe vom Vitamin A. Sie werden erst im Körper zu Vitamin A umgewandelt und werden deshalb auch als Provitamine bezeichnet. Das bekannteste Karotinoid ist ß-Karotin.
  3. Retinsäure ist eine Art „Endstation“ im Vitamin-A-Stoffwechsel: Sie entsteht aus Vitamin A, kann jedoch nicht mehr in das Vitamin umgewandelt werden.

Viele Verbindungen, viele Funktionen

Jede der Vitamin-A-Formen hat ihre eigene Aufgabe im Stoffwechsel. Retinol ist besonders wichtig für das Sehen, sodass es bei einem Mangel zu einer Nachtblindheit kommt. ß-Karotinoide erfüllen gleich zwei Funktionen: Sie werden in Vitamin A umgewandelt, wirken aber auch als Antioxidanz und schützen so zum Beispiel vor Atherosklerose. Retinsäure ist zusammen mit Vitamin A wichtig für die Fortpflanzung und die Haut. Mögliche Folgen eines Mangels sind Unfruchtbarkeit oder trockene, schuppige Haut.

Welches Nahrungsergänzungsmittel ist das richtige?

Gesunde Menschen ohne Vorerkrankungen decken ihren Vitamin-Bedarf in der Regel gut durch die Nahrung. Besonders viel Vitamin A steckt in tierischen Produkten, wie Fleisch und Wurst, aber auch in Gemüse wie Paprika, Karotten oder Spinat. Wer zusätzlich Nahrungsergänzungsmittel einnimmt, sollte diese Regeln beachten:

  1. ß-Karotin steht im Verdacht, Lungenkrebs bei Rauchern zu fördern- sie sollten also lieber auf ß-Karotin-haltige Nahrungsergänzungsmittel verzichten.
  2. Zu viel Vitamin A verursacht Übelkeit, Kopfschmerzen oder Haarausfall. Nahrungsergänzungsmittel mit mehr als 0,2 Milligramm Retinol sind deshalb nicht empfehlenswert.
  3. In hohen Dosen schädigt Vitamin A Embryos. Deshalb wird Schwangeren empfohlen, nicht mehr als 3 Milligramm Retinol aufzunehmen. Diese Menge ist bereits in einem kleinen Stück Leber enthalten. Schwangeren sollten deshalb auf große Mengen der Innerei verzichten und vor der Einnahme von Vitamin A oder Retinsäure ihre Arzt*in oder Apotheker*in fragen.

Mehr Informationen zu Vitamin A und den Lebensmitteln, in denen es enthalten ist, erhalten Sie in der Kategorie „Nahrungsergänzungsmittel“.

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